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Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk einrichten und sinnvoll strukturieren

Ein Leitfaden für Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk: von der Ticketauswertung über Kategorien und Sichtbarkeit bis zum Portal, mit Checkliste und typischen Fehlern.

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October 11, 20269 Min. Lesezeit
Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk einrichten und sinnvoll strukturieren

Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk entlasten den Support nur in der richtigen Reihenfolge

Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk entlasten Ihren Support, wenn Sie in einer festen Reihenfolge vorgehen. Ermitteln Sie zuerst die häufigsten Routinefragen aus Ihren Tickets. Schreiben Sie daraus kurze Artikel und machen Sie diese über das Kundenportal auffindbar. Erst danach lohnt sich die Gestaltung des Portals.

Ein Routineticket ist eine Anfrage, deren Antwort für jeden Kunden gleich ausfällt, etwa eine Frage zur Anmeldung oder zu einer Standardeinstellung. Solche Anfragen kann ein Kunde selbst lösen, wenn er die Antwort schnell findet. Anfragen mit individuellem Inhalt bleiben Aufgabe Ihrer Agenten.

Voraussetzung ist ein Ticketsystem, das Anfragen bereits sauber nach Abteilung und Thema ordnet. Wie Sie das aufsetzen, beschreibt der Beitrag zum Einrichten des Ticketsystems in Zoho Desk. Für Teams mit wenigen Agenten gibt es zusätzlich einen Leitfaden zu Zoho Desk für ein kleines Support-Team.

Die typischen Fehler beim Aufbau der Wissensdatenbank entstehen fast immer an denselben Stellen. Kategorien werden ohne Blick auf die Abteilungsstruktur geplant. Kunden wird eine Sichtbarkeit pro Kunde versprochen, die vorher niemand geprüft hat. Und Artikel entstehen aus dem Gedächtnis statt aus echten Tickets. Dieser Leitfaden geht diese Punkte der Reihe nach durch.

Wissensdatenbank, Kundenportal und Hilfecenter: die drei Begriffe im Überblick

Eine Wissensdatenbank ist die geordnete Sammlung von Artikeln, in denen Ihr Unternehmen wiederkehrende Fragen beantwortet. In Zoho Desk heißt sie im englischen Original Knowledge Base, abgekürzt KB. Jeder Artikel beantwortet idealerweise genau eine Frage.

Das Kundenportal ist die Oberfläche, über die Kunden diese Artikel lesen und ihre Anliegen selbst bearbeiten. Zoho bezeichnet es als Self-Service-Portal für Kunden. Die Startseite dieses Portals nennt Zoho Hilfecenter, im Original Help Center. Dort erscheinen unter anderem die Kategorien der Wissensdatenbank.

Für Ihre Planung ist die Unterscheidung wichtig, weil die drei Teile unterschiedliche Fragen beantworten:

  • Die Wissensdatenbank klärt, welche Antworten es gibt und wie sie geordnet sind.
  • Das Kundenportal klärt, wer welche Antworten sieht und wie Kunden dorthin gelangen.
  • Das Hilfecenter klärt, was ein Kunde beim ersten Besuch auf der Startseite wahrnimmt.

Ein weiterer Begriff taucht in der Auswertung auf. Ein KPI, also ein Key Performance Indicator, ist ein messbarer Wert, mit dem Sie den Fortschritt bei einem Ziel verfolgen. Für die Wissensdatenbank ist der wichtigste KPI die Zahl der Routinetickets, die nach dem Start des Portals noch eingehen. Sinkt dieser Wert nicht, beantworten Ihre Artikel die falschen Fragen oder sind nicht auffindbar.

Routinetickets zuerst auswerten, dann Artikel für die Wissensdatenbank schreiben

Die Themen für die Wissensdatenbank kommen aus Ihren bestehenden Tickets, nicht aus der Annahme, was Kunden wohl fragen. Zoho Desk liefert dafür zwei Werkzeuge. Die Dashboards zeigen Ihre Helpdesk-Daten visuell und in Echtzeit, darunter Tickettrends und die Leistung der Agenten. Der Lifecycle Report verfolgt jedes Ticket von der Erstellung bis zur Lösung.

Der Lifecycle Report zeigt die Stufen, die ein Ticket durchläuft, etwa Open, In Progress, On Hold, Escalated und Completed. Tickets, die schnell von Open zu Completed wandern, sind gute Kandidaten für einen Artikel. Die Antwort war offenbar bekannt und musste nur übermittelt werden. Tickets, die häufig auf On Hold oder Escalated stehen, eignen sich dagegen selten für Self-Service.

Bei Svennis sortieren wir vor dem ersten Artikel die Tickets eines zurückliegenden Zeitraums nach wiederkehrenden Fragen. Die Kategorien der Wissensdatenbank leiten wir erst daraus ab, nicht aus dem Organigramm des Kunden.

Achten Sie beim Bereinigen doppelter Tickets auf einen Punkt. Ein Nutzer berichtet in der Zoho-Community, dass nach dem Zusammenführen von Tickets nur die Beschreibung des Haupttickets erhalten bleibt. Die Beschreibung des anderen Tickets wird gelöscht. Notieren Sie die ursprüngliche Kundenfrage deshalb vor dem Zusammenführen, wenn sie als Vorlage für einen Artikel dienen soll. Für tiefere Auswertungen über mehrere Zeiträume eignet sich zusätzlich Zoho Analytics.

Tickets, die direkt von Open zu Completed wandern, werden Artikel, eskalierte bleiben bei Agenten. Artikel schreiben / Bei Agenten belassen. Verlauf im Lifecycle Report: Direkt von Open zu Completed / Häufig On Hold oder Escalated; Art der Antwort: F

Kategorien der Wissensdatenbank planen und die Bindung an Abteilungen beachten

Die Kategorien der Wissensdatenbank in Zoho Desk hängen eng mit Ihren Abteilungen zusammen, und das sollten Sie vor der Planung wissen. Ein Nutzer berichtet in der Zoho-Community, dass die Kategorien auf der Startseite des Hilfecenters an Abteilungen gebunden scheinen. Mit zwei Abteilungen in der Wissensdatenbank konnte er deshalb nur zwei Kategorien auf der Startseite zeigen.

Diese Bindung hat Folgen für Ihre Struktur. Wer die Startseite nach Themen gliedern will, aber nur eine Abteilung führt, stößt schnell an diese Grenze. Prüfen Sie in Ihrem eigenen Konto, wie sich Kategorien und Abteilungen verhalten, bevor Sie Artikel in großer Zahl anlegen. Eine nachträgliche Umsortierung kostet deutlich mehr Zeit als eine Prüfung vorab.

Abteilungen dienen in Zoho Desk ohnehin der Trennung von Zuständigkeiten. Ein Anwender berichtet, dass Zoho nach Auskunft eines eigenen Vertriebsingenieurs Desk intern für interne und externe Supporttickets nutzt, getrennt über Abteilungen. Für Ihre Wissensdatenbank bedeutet das: Planen Sie Abteilungen und Kategorien gemeinsam, nicht nacheinander.

Eine praktikable Grundregel lautet:

  • Eine Abteilung pro Zielgruppe, die eigene Antworten braucht, etwa Technik und Abrechnung.
  • Kategorien innerhalb einer Abteilung nach der Frage des Kunden, nicht nach Ihrer internen Produktbezeichnung.
  • Interne Artikel für Agenten in einer eigenen Abteilung, damit sie nicht versehentlich im Portal erscheinen.

Wie Sie Abteilungen für das Routing anlegen, beschreibt der Beitrag zum Ticketrouting in Zoho Desk.

Sichtbarkeit von Artikeln für einzelne Kunden vor dem Versprechen klären

Ob ein Artikel in Zoho Desk nur für bestimmte Kunden sichtbar sein kann, sollten Sie in Ihrem Konto testen, bevor Sie es Kunden zusagen. Die Frage taucht in der Zoho-Community wiederholt auf. Ein Nutzer wollte, dass jeder Kunde im Portal nur eine eigene Auswahl an Artikeln sieht, mit unterschiedlichen Wissensdatenbanken je Kundenkonto.

Ein anderer Nutzer fragte, ob sich ein Artikel nur für bestimmte Kunden freigeben lässt. Sein Ziel waren Inhalte für ausgewählte Kundenkonten mit vertraulicheren Informationen. Dass diese Frage mehrfach gestellt wird, zeigt: Eine Sichtbarkeit pro Kunde ist kein Punkt, den Sie ungeprüft voraussetzen sollten.

Der typische Fehler entsteht im Vertrieb oder im Projektgespräch. Jemand sagt einem Großkunden einen eigenen Bereich mit vertraulichen Anleitungen zu. Später stellt sich heraus, dass die gewählte Struktur das nicht abbildet. Dann folgen Umbauten unter Zeitdruck.

Gehen Sie deshalb in drei Schritten vor:

  1. Legen Sie fest, welche Inhalte wirklich nur ein Kunde sehen darf.
  2. Testen Sie die gewünschte Sichtbarkeit mit einem Testkunden in Ihrem Konto.
  3. Halten Sie Inhalte, die sich nicht zuverlässig einschränken lassen, aus dem Portal heraus.

Vertrauliche Informationen gehören im Zweifel in das Ticket an den einzelnen Kunden. Ein öffentlich lesbarer Artikel ist dafür der falsche Ort.

Portalfarben sind von Zoho belegt, Kategorien je Abteilung und Sichtbarkeit pro Kunde testen Sie selbst. Grundlage / Vor der Zusage an Kunden. Portalfarben: Zoho nennt Kopfzeile, Reiter, Schriften, Hintergrund / Direkt nutzbar; Kategorien auf der Sta

Artikel für die Wissensdatenbank so schreiben, dass Kunden sie finden und verstehen

Ein guter Artikel in der Wissensdatenbank beantwortet genau eine Frage, und zwar in den Worten des Kunden. Der Titel übernimmt die Formulierung, die Kunden in ihren Tickets tatsächlich verwenden. Ein Kunde sucht nach seinem Problem, nicht nach dem Namen Ihrer Funktion.

Für den Aufbau eines Artikels hat sich eine feste Reihenfolge bewährt:

  • Der erste Satz nennt die Lösung oder die Antwort.
  • Darauf folgen die Schritte als nummerierte Liste.
  • Am Ende steht, was der Kunde tun soll, wenn die Schritte nicht helfen.

Der letzte Punkt verhindert Frust. Ein Kunde, der nach dem Lesen nicht weiterkommt, braucht einen klaren Weg zu einem Ticket. Fehlt dieser Weg, schreibt er eine E-Mail an irgendeine Adresse, und das Ticket landet ohne Zuordnung im falschen Postfach.

Schreiben Sie Artikel aus den gesammelten Tickets, nicht aus dem Gedächtnis eines erfahrenen Agenten. Erfahrene Agenten überspringen Schritte, die für sie selbstverständlich sind. Lassen Sie jeden neuen Artikel von einer Person prüfen, die den Vorgang nicht kennt. Wenn diese Person ohne Rückfrage zum Ziel kommt, ist der Artikel verständlich.

Planen Sie außerdem, wer Artikel aktuell hält. Jede Änderung an Ihrem Produkt oder Prozess kann einen Artikel falsch machen. Benennen Sie pro Abteilung eine verantwortliche Person, die Artikel nach Änderungen prüft.

Kundenportal in Zoho Desk gestalten und den Zugang für Kunden vorbereiten

Das Kundenportal in Zoho Desk lässt sich optisch an Ihr Unternehmen anpassen. Zoho nennt ausdrücklich die Farben für Kopfzeile, Reiter, Schriften und Hintergrund des Self-Service-Portals. Ein Portal in Ihren Farben wirkt vertrauenswürdiger als eine Standardseite. Kunden erkennen sofort, dass sie bei Ihnen gelandet sind.

Die Gestaltung ist trotzdem der letzte Schritt, nicht der erste. Ein schön gestaltetes Portal mit wenigen oder schlecht auffindbaren Artikeln senkt die Zahl der Routinetickets nicht. Investieren Sie die Zeit zuerst in Struktur und Inhalte.

Achten Sie auf die E-Mails, die Ihr Support an Kunden verschickt. Zoho Desk weist darauf hin, dass Gmail und Yahoo seit Februar 2024 strengere Anforderungen an die Authentifizierung von E-Mails stellen. Wenn Antworten oder Benachrichtigungen im Spam landen, findet der Kunde auch den Hinweis auf Ihr Portal nicht.

Ein zweiter Punkt betrifft die Absenderadresse. In Zoho Desk können Agenten beim Beantworten eines Tickets ihre eigene E-Mail-Adresse als Absender wählen. Für die Kundenführung ist eine einheitliche Supportadresse meist klarer. Antwortet der Kunde auf eine persönliche Adresse, umgeht seine nächste Anfrage womöglich das Ticketsystem und damit auch die Auswertung, aus der Ihre Artikel entstehen.

Das Kundenportal in Zoho Desk und das Kundenportal in Zoho Books unterscheiden

Zoho Desk und Zoho Books haben jeweils ein eigenes Kundenportal, und die beiden erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Das Portal in Zoho Desk dient dem Support und der Wissensdatenbank. Das Portal in Zoho Books dient kaufmännischen Vorgängen. Über die Startseite des Books-Portals können Kunden Angebote annehmen oder ablehnen, Rechnungen bezahlen und Dokumente hochladen.

Der Zugang zum Books-Portal läuft über eine Einladung. Laut Zoho Books erhält ein neuer Kunde eine E-Mail mit der Portal-URL und seinem Benutzernamen. Er öffnet die Einladung, klickt auf „Einladung annehmen“, gibt auf der Anmeldeseite ein Passwort ein und klickt auf „Aktualisieren“. Ein Zoho-Konto braucht der Kunde dafür nicht. Das erklärt Zoho auf der Seite zum Zoho-Konto für den Portalzugang.

Hat ein Kunde die Einladung verpasst, senden Sie sie erneut. Dazu klicken Sie im Reiter Übersicht auf der Detailseite des Kunden auf „Erneut einladen“. Die Schritte beschreibt Zoho in der Anleitung zur Anmeldung im Kundenportal von Zoho Books.

Für Ihre Kunden kann die Trennung verwirrend sein. Erklären Sie in einem eigenen Artikel der Wissensdatenbank, welches Portal wofür gedacht ist. Rechnungsfragen führen dann ins Books-Portal, technische Fragen in die Wissensdatenbank von Zoho Desk.

Beispiel: ein Softwareanbieter richtet Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk ein

Das folgende Beispiel zeigt den Ablauf an einem fiktiven Softwareanbieter mit zwei Supportbereichen: Technik und Abrechnung. Die Einstellungen und Berichte stammen aus Zoho Desk, die Firma ist erfunden.

Schritt 1: Tickets auswerten

Das Team öffnet den Lifecycle Report und filtert Tickets, die direkt von Open zu Completed gewandert sind. In der Abteilung Technik betreffen viele davon das Zurücksetzen des Passworts und die Einrichtung eines neuen Benutzers. In der Abteilung Abrechnung geht es oft um die Frage, wo Rechnungen zu finden sind.

Schritt 2: Abteilungen und Kategorien festlegen

Das Team führt die Wissensdatenbank in den Abteilungen Technik und Abrechnung. Es prüft vorab, wie viele Kategorien auf der Startseite des Hilfecenters erscheinen. Damit vermeidet es die Überraschung, von der ein Community-Nutzer mit genau zwei Abteilungen berichtet.

Schritt 3: Artikel schreiben und prüfen

Für jede häufige Frage entsteht ein Artikel mit der Kundenformulierung als Titel, etwa „Passwort vergessen: so setzen Sie es zurück“. Eine Kollegin aus dem Vertrieb testet jeden Artikel ohne Vorwissen.

Schritt 4: Portal gestalten und Hinweis ergänzen

Zum Schluss passt das Team Kopfzeile, Reiter, Schriften und Hintergrund an die Firmenfarben an. Ein eigener Artikel erklärt, dass Rechnungen im Kundenportal von Zoho Books liegen und nicht im Supportportal.

Checkliste für Einrichtung und Prüfung von Wissensdatenbank und Kundenportal

Die folgende Checkliste fasst die Schritte für Wissensdatenbank und Kundenportal in Zoho Desk zusammen. Jede Zeile nennt die Aufgabe, das Werkzeug in Zoho und die Prüffrage, die Sie vor dem nächsten Schritt beantworten sollten.

SchrittWerkzeug in ZohoPrüffrage
Routinetickets ermittelnDashboards, Lifecycle ReportWelche Fragen kommen häufig und werden schnell gelöst?
Kundenfragen sichernTicketansicht vor dem ZusammenführenIst die ursprüngliche Frage notiert, bevor Tickets zusammengeführt werden?
Abteilungen und Kategorien planenAbteilungen, Kategorien der WissensdatenbankErscheinen auf der Startseite des Hilfecenters die gewünschten Kategorien?
Sichtbarkeit testenTestkunde im PortalSieht der Testkunde nur, was er sehen darf?
Artikel schreibenWissensdatenbankKommt eine Person ohne Vorwissen ohne Rückfrage zum Ziel?
Portal gestaltenFarben für Kopfzeile, Reiter, Schriften, HintergrundErkennt ein Kunde Ihr Unternehmen auf den ersten Blick?
E-Mails prüfenAbsenderadressen, AuthentifizierungErreichen Ihre Antworten Gmail- und Yahoo-Postfächer?
Wirkung messenDashboardsSinkt die Zahl der Routinetickets nach dem Start?

Arbeiten Sie die Zeilen in dieser Reihenfolge ab. Wer mit dem Portaldesign beginnt, baut eine Oberfläche ohne tragfähigen Inhalt.

Wissensdatenbank und Kundenportal für Unternehmen in Deutschland: Sprache und Inhalte

Für Unternehmen in Deutschland zählt vor allem die Sprache der Artikel. Ihre Kunden erwarten Anleitungen in klarem Deutsch, mit einheitlicher Anrede. Verlassen Sie sich dabei nicht auf übersetzte Herstellertexte. Selbst die deutsche Hilfeseite von Zoho Books zum Kundenportal weist darauf hin, dass sie mit KI übersetzt wurde. Für die genauesten Informationen verweist Zoho dort auf die englische Version.

Daraus folgt eine einfache Regel: Schreiben Sie Ihre Artikel selbst auf Deutsch, in der Sprache Ihrer Kunden. Übernehmen Sie die Bezeichnungen der Schaltflächen genau so, wie sie in der deutschen Oberfläche erscheinen. Ein Kunde, der nach „Einladung annehmen“ sucht, findet einen Artikel mit sinngemäßer Übersetzung nicht.

Ein zweiter Punkt betrifft personenbezogene Daten. Screenshots in Artikeln zeigen schnell echte Kundennamen, E-Mail-Adressen oder Rechnungsnummern. Nutzen Sie für Bildschirmfotos ausschließlich Testdaten. Das gilt besonders für Artikel, die ohne Anmeldung im Portal lesbar sind.

Viele Unternehmen in Deutschland trennen Support und Buchhaltung organisatorisch. Diese Trennung passt gut zur Aufteilung zwischen dem Supportportal in Zoho Desk und dem Kundenportal in Zoho Books. Rechnungsfragen landen im kaufmännischen Portal, technische Fragen in der Wissensdatenbank. Ein klarer Hinweisartikel verhindert, dass Kunden zwischen beiden Portalen hin und her suchen.

Nächste Schritte für Ihre Wissensdatenbank in Zoho Desk

Der erste Schritt für Ihre Wissensdatenbank ist eine Auswertung der vorhandenen Tickets, nicht das Anlegen von Artikeln. Öffnen Sie den Lifecycle Report und notieren Sie die Fragen, die häufig vorkommen und schnell gelöst werden. Diese Liste ist Ihr Redaktionsplan für die ersten Artikel.

Gehen Sie danach so vor:

  1. Prüfen Sie in Ihrem Konto, wie Abteilungen und Kategorien auf der Startseite des Hilfecenters zusammenhängen.
  2. Testen Sie jede gewünschte Einschränkung der Sichtbarkeit mit einem Testkunden.
  3. Schreiben Sie die ersten Artikel aus den gesammelten Tickets und lassen Sie sie von einer unbeteiligten Person prüfen.
  4. Gestalten Sie das Portal und prüfen Sie, ob Ihre E-Mails die Postfächer der Kunden erreichen.
  5. Vergleichen Sie nach einigen Wochen die Zahl der Routinetickets in den Dashboards mit dem Ausgangswert.

Manche Anliegen lassen sich mit einem Artikel nicht lösen. Für solche Fälle ergänzt eine Fernwartung mit Zoho Assist den Self-Service. Wer später automatische Antworten auf Basis der Artikel plant, findet Grundlagen zur KI-Automatisierung. Eine gepflegte Wissensdatenbank ist dafür die Voraussetzung.

Wenn Sie Struktur, Abteilungen und Portal gemeinsam planen möchten, finden Sie den Überblick über unsere Implementierung von Zoho Desk.

Quellen

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